Injection Molding Analysis 2.0
Injection Molding Analysis 2.0: Spritzgussteile analysieren und Füllung simulieren
Mit diesem Online-Tool analysieren Sie Spritzgussteile direkt aus STEP-Modelen. Bereits vor der Werkzeugkonstruktion können Wandstärken, Fließwege, Bauteilvolumen und die grundsätzliche Herstellbarkeit geprüft werden. Anschliessend lässt sich das Füllverhalten des Bauteils untersuchen.
Die Injection Molding Analysis 2.0 unterstützt Konstrukteure, Werkzeugbauer und Produktentwickler dabei, kritische Bereiche frühzeitig zu erkennen, Änderungen am Bauteil zu bewerten und die Konstruktion für das Spritzgiessen zu optimieren.
Wofür wird die Injection Molding Analysis 2.0 verwendet?
Bei Kunststoffteilen beeinflussen Geometrie, Wandstärke, Fließweg, Material und Anspritzpunkt wesentlich, ob sich eine Kavität gleichmässig und mit vertretbarem Druck füllen lässt. Eine frühzeitige Analyse kann helfen, konstruktive Schwachstellen bereits vor Werkzeugbau und Serienfertigung zu erkennen.
Typical applications:
- Spritzgussteile auf Herstellbarkeit prüfen
- Wandstärken und Wandstärkenunterschiede untersuchen
- Fließwege im Bauteil bewerten
- geeignete Anspritzbereiche untersuchen
- Füllzeit und erforderlichen Druck abschätzen
- Temperaturverlauf während der Füllung bewerten
- mögliche Bindenähte und Lufteinschlüsse erkennen
- Kühl- und Zykluszeiten abschätzen
- Konstruktionen vor dem Werkzeugbau optimieren
Welche Analysen sind möglich?
DFM-Check
Der schnelle DFM-Check dient zur ersten Beurteilung der Spritzgussgerechtigkeit des Bauteils. Analysiert werden unter anderem Wandstärke, Fließweg und Bauteilvolumen. Zusätzlich kann eine erste Abschätzung der erforderlichen Schliesskraft erfolgen.
Füllsimulation
Die Füllsimulation untersucht, wie sich die Kunststoffschmelze vom gewählten Anspritzpunkt durch das Bauteil ausbreitet. Dabei werden wichtige Prozessgrössen wie Füllzeit, Druck und Temperatur ausgewertet. Die Analyse kann ausserdem Notes auf kritische Füllbereiche, Bindenähte und mögliche Lufteinschlüsse liefern.
Prozessanalyse
Für eine weiterführende Bewertung können neben der eigentlichen Füllphase auch Nachdruck, Kühlzeit und die daraus resultierende Zykluszeit berücksichtigt werden. Dadurch lässt sich nicht nur die Herstellbarkeit, sondern auch der mögliche Fertigungsprozess beurteilen.
Wie funktioniert die Injection Molding Analysis 2.0?
- STEP file des Kunststoffteils hochladen
- 3D-Model im Viewer kontrollieren
- Material und erforderliche Prozessparameter festlegen
- Anspritzpunkt am 3D-Model auswählen
- DFM-Check starten und Wandstärken sowie Fließwege prüfen
- bei Bedarf Füllsimulation durchführen
- Druck, Temperatur, Füllzeit und kritische Bereiche auswerten
- Konstruktion oder Prozessparameter bei Bedarf anpassen
Wandstärke des Spritzgussteils prüfen
Die Wandstärke gehört zu den wichtigsten konstruktiven Grössen eines Spritzgussteils. Zu geringe Wandstärken können die vollständige Formfüllung erschweren, während grosse oder stark unterschiedliche Wandstärken Kühlzeit, Materialverbrauch und Bauteilqualität beeinflussen.
Die Wandstärkenanalyse zeigt die Verteilung direkt am 3D-Model und unterstützt dabei, kritische Bereiche bereits während der Konstruktion zu erkennen.
Anspritzpunkt und Fließweg untersuchen
Der Anspritzpunkt beeinflusst die Ausbreitung der Kunststoffschmelze durch die Kavität. Im 3D-Viewer kann ein Anspritzpunkt am Bauteil gewählt werden. Auf dieser Grundlage werden die Fließwege und das Füllverhalten bewertet.
Durch den Vergleich unterschiedlicher Positionen lässt sich untersuchen, wie sich der Anspritzpunkt auf Füllweg, Druckbedarf und mögliche kritische Bereiche auswirkt.
Which results are produced?
- Bauteilvolumen
- Wandstärken und Wandstärkenverteilung
- Fließweglängen
- Füllzeit
- erforderlicher Fülldruck
- Temperaturentwicklung
- Abschätzung der Schliesskraft
- Notes auf Bindenähte
- Notes auf mögliche Lufteinschlüsse
- Kühlzeit
- Abschätzung der Zykluszeit
Material und Prozessparameter
Für die Analyse können Materialkennwerte und Prozessparameter berücksichtigt werden. Damit lassen sich unterschiedliche Kunststoffe und Verarbeitungsbedingungen vergleichen und deren Einfluss auf das Füllverhalten untersuchen.
Generische Materialdaten dienen als orientierende Engineering-Werte und ersetzen keine verbindlichen Materialdaten des jeweiligen Kunststoffherstellers.
Für welche Entwicklungsphase eignet sich das Tool?
Besonders sinnvoll ist die Injection Molding Analysis 2.0 während der Konstruktion und vor der endgültigen Werkzeugfreigabe. In dieser Phase können Änderungen an Wandstärken, Geometrie oder Anspritzkonzept häufig noch mit vergleichsweise geringem Aufwand vorgenommen werden.
Das Tool eignet sich deshalb für Voranalysen, Variantenvergleiche und die konstruktive Optimierung von Kunststoffteilen. Für die endgültige Werkzeug- und Serienfreigabe sind je nach Bauteil und Usage detailliertere Berechnungen und eine fachliche Bewertung erforderlich.
Current limitations
- maximale Dateigrösse 50 MB pro STEP file
- generische Materialdaten sind keine verbindlichen Herstellerdaten
- Simulationsergebnisse stellen technische Berechnungs- und Bewertungswerte dar
- komplexe Components können eine detailliertere Prozesssimulation erfordern
- Results vor Werkzeugbau und Serienentscheidungen fachlich prüfen